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AHO Aktuell - 16.01.2006

Erzeugung von Schweinefleisch 2005 weiter gestiegen


Wiesbaden (aho/lme) - Die Schlachtungen von Schweinen sind im
abgelaufenen Jahr nochmals deutlich gestiegen. Von Januar bis Ende
November 2005 wurden 43,7 Millionen Schweine gewerblich geschlachtet,
das sind gut 95% der gesamten gewerblichen Schlachtungen von Schweinen
im Jahr 2004. Gleichzeitig sind dies 1,8 Millionen (+ 4,4%) mehr als
in den ersten elf Monaten des Vorjahres. Die Zunahme der Schlachtungen
geht einher mit einer Erhöhung des Bestands. Anfang November 2005
wurden bundesweit 26,9 Millionen Schweine gehalten, darunter 10,7
Millionen Mastschweine. Damit ist der Bestand um 2% gegenüber dem Jahr
2004 gestiegen.

Diese und weitere Ergebnisse zur Erzeugung und zum Verbrauch von
Nahrungsmitteln in Deutschland hat der Präsident des Statistischen
Bundesamtes, Johann Hahlen, heute auf der Grünen Woche in Berlin
vorgestellt. Die Daten stammen aus der Agrarstrukturerhebung 2005 und
den Agrarstatistiken zur landwirtschaftlichen Erzeugung. Ergänzt
wurden sie durch ausgewählte Ergebnisse der Einkommens- und
Verbrauchsstichprobe 2003 (EVS 2003) zur Höhe und Struktur der
Ausgaben der deutschen Haushalte für Nahrungs- und Genussmittel.

Nach den vorläufigen Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2005 setzt
sich der Wandel der landwirtschaftlichen Betriebsstruktur weiter fort.
Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ging seit der letzten
Landwirtschaftszählung 1999 um 16% von 472.000 auf 395.000 Betriebe
zurück. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich seit
1999 um weniger als 1% auf 17,0 Millionen Hektar im Jahr 2005. Damit
nahm die durchschnittliche Betriebsgröße von 36,3 auf 43,1 Hektar
landwirtschaftlich genutzte Fläche zu.

Die von "Öko-Betrieben" bewirtschaftete landwirtschaftlich genutzte
Fläche stieg von 1999 bis 2005 von 489.000 auf 784.000 Hektar, das
heißt um 60%. Damit wurden im Jahr 2005 4,6% der gesamten
landwirtschaftlichen Fläche von Betrieben mit ökologischem Landbau
bewirtschaftet. Zugleich nahm auch die Zahl der "Öko-Betriebe"
gegenüber 1999 um 43% auf 13 700 Betriebe deutlich zu.

Nachstehend weitere ausgewählte Eckwerte zur landwirtschaftlichen
Erzeugung:

- Der Rinderbestand nimmt seit mehr als einem Jahrzehnt konti-
nuierlich ab. Er umfasste Anfang November 2005 insgesamt 12,8
Millionen Rinder, darunter 4,1 Millionen Milchkühe. Die rückläufige
Entwicklung der Rinderbestände setzt sich in den gewerblichen
Schlachtungen fort. In den ersten elf Monaten des Jahres 2005 wurden
knapp 3,4 Millionen Rinder und Kälber gewerblich geschlachtet, das
sind 7,8% weniger als in den ersten elf Monaten des Jahres 2004.

- Im Jahr 2005 wurde auf einer Fläche von
6,9 Millionen Hektar Getreide angebaut. Bei einem mittleren
Ernteertrag von 67 Dezitonnen/Hektar erzielten die Landwirte mit gut
46 Millionen Tonnen die dritthöchste Getreideernte des letzten
Jahrzehnts.

- Die Anbaufläche von Kartoffeln umfasste 2005 nur noch
276.000 Hektar. Darauf wurde bei einem durchschnittlichen
Hektarertrag von 404 Dezitonnen/Hektar eine mittlere Erntemenge von
gut 11 Millionen Tonnen erzeugt.

- Die gesamte Baumobsternte im Jahr 2005 lag bei 980.000 Tonnen, davon
847.000 Tonnen Äpfel. Das waren 7% weniger als der Durch- schnitt der
letzten zehn Jahre.

- Der Anbau von Erdbeeren gewinnt immer mehr an Bedeutung: Die
abgeerntete Anbaufläche verdoppelte sich nahezu in den letzten zehn
Jahren auf 13.400 Hektar. Zusammen mit gestiegenen Erträgen wurde 2005
mit einer Erntemenge von 147.000 Tonnen ein neuer Höchststand
erreicht.


 



 

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