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AHO Aktuell - 20.12.2000

Neuer BSE-Verdachts-Fall in Bayern


(aho) In Bayern gibt es einen weiteren BSE-Verdachtsfall. Es handelt
sich um eine am 24. März 1994 geborene Kuh aus einem Bestand im
Landkreis Weilheim-Schongau, deren Hirnprobe positiv befundet wurde.
Dieses Ergebnis wurde gestern Abend vom Landesuntersuchungsamt für
das Gesundheitswesen Nordbayern (LUA Nord) mitgeteilt. Ebenfalls
noch gestern Abend wurde die Probe in die Bundesforschungsanstalt
für Viruskrankheiten der Tiere in Tübingen gebracht. Der
Herkunftsbestand wurde gesperrt.

Dieses Tier war am 2. November 2000 wegen zentralnervöser Störungen
krank geschlachtet worden. Der Befund wurde im Rahmen des von der
EU vorgeschriebenen BSE-Überwachungsprogrammes festgestellt. Danach
sind verendete und krank geschlachtete Tiere auf BSE zu untersuchen.
Nach den europaweit vorgesehenen Standardverfahren wurde das Rind
zunächst histologisch mit negativem Ergebnis untersucht. Eine
anschließend durchgeführte immunhistochemische Untersuchung
brachte dagegen einen positiven Befund.

BSE - Verdacht im Landkreis Cham bestätigt

Das Deutsche Referenzzentrum für die BSE-Diagnostik an der
Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere in Tübingen
hat den BSE-Verdacht bei einem vierjährigen bayerischen Rind
bestätigt. In der Gehirnprobe des Tieres wurde das BSE-typische
Prion-Protein nachgewiesen, teilte Bayerns Gesundheitsministerin
Barbara Stamm am Mittwoch (20. Dezember 2000) in München mit.
"Auch wenn man nach den Ergebnissen des Schnelltests damit rechnen
musste, so ist dies doch ein schlimmer Schlag für die Verbraucher
und die Landwirtschaft, insbesondere aber für den betroffenen
Landwirt und seine Familie", erklärte Stamm.

Eine Schnelltestuntersuchung am Samstag vergangener Woche hatte den
BSE-Verdacht ergeben. Die Probe stammte aus dem Schlachthof Furth
im Wald, wo das Tier am 15. Dezember 2000 geschlachtet worden war.
Das aus einem Betrieb im Landkreis Cham stammende Tier war am
12. März 1996 geboren worden. Das Fleisch aus der gesamten
Tagesproduktion des Schlachthofes war beschlagnahmt worden und
wird unschädlich beseitigt.
 



 

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