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AHO Aktuell - 19.12.2000

TU München bündelt die BSE-Ursachenforschung


Die Technische Universität München startet unter Einsatz eigener Mittel
eine konzentrierte Forschungsoffensive, deren Ziel die Aufklärung der
Ursachen und Verbreitungsmechanismen des Rinderwahnsinns (BSE) ist. Wie
Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann am Dienstag in München erklärte,
habe eine von ihm einberufene Fachkommission ein umfassendes Konzept
vorgelegt, das alternative Schnelltestverfahren beim lebenden Tier
ebenso anstrebe wie die Isolierung und Strukturaufklärung pathogener
Prionen. Dafür stünde u.a. die Forschungs-Neutronenquelle zur Verfügung.
Auch wolle man herausfinden, ob die gefährliche BSE-Infektion auch in
Tierpopulationen vorliege, die nicht mit Tiermehl gefüttert werden (z.B.
wiederkäuende Wildtiere).


An der Forschungsinitiative sind Wissenschaftler aus der Mikrobiologie,
Tierzucht und Tierhygiene, Veterinär- und Humanmedizin, Biochemie,
Biophysik und Bioanalytik beteiligt.

"Ein so schwieriges, komplexes Thema kann nur im interdisziplinären
Ansatz und unter Aufbietung modernster Forschungsmethoden seriös
angegangen werden", sagte TU-Präsident Herrmann zur Forschungsoffensive,
deren Kosten er für 8 Jahre auf ca. 20 Mio. DM beziffert. "Wenn sich die
Wissenschaft jetzt nicht formiert, hat sie ihr Ansehen langfristig
verspielt."

Ab sofort ist die TU München in Weihenstephan für bis zu 3000
BSE-Schnelltests gerüstet. Die einschlägigen Genehmigungen liegen vor.
Für die Forschungsoffensive soll im TU-Versuchsgut Thalhausen bei
Freising ein Großtierstall der Sicherheitsklasse L3 eingerichtet werden,
damit infektionsmedizinische Untersuchungen durchgeführt werden können.
 



 

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